Archiv für den Monat: Januar 2013

Januar 2013

AE – Wollte eigentlich alle 14 Tage schreiben, aber eben: Stress 😉 wie in der Schweiz und wie ein typischer Pensionierter 🙂

[singlepic id=845 w=320 h=240 float=left]Die Festivitäten sind zu Beginn des Jahres besonders ausgiebig. Zuerst Neujahr und dann das Fest der Dreikönige (los Reyes). Neu ist in Ecuador ein Gesetz, dass Festivitäten nur noch bis 02.00 Uhr erlaubt, statt wie bisher toda la noche. Das ist darum von Bedeutung, weil bei jedem Fest mindestens ein grosser Lautsprecher draussen hingestellt wird, so dass die Leute in der Umgebung auch etwas vom „Krach“ haben.

[singlepic id=848 w=320 h=240 float=right]Reyes: Die Einkleidung der Reyes in den Communidades ist dabei aber viel wertvoller, als anschliessend das grosse Fest aller Könige in Simiatug. Die Könige versammeln sich ein erstes Mal am 5. Januar zu einer Vesper in der Kirche. Wie bei allen kirchlichen Anlässen, ist die Disziplin, von uns aus gesehen, bedenklich. Ähnlich wie bei uns bei Feldmessen, sind natürlich nicht alle in der Kirche. Und draussen herrscht ein emsiges Treiben in entsprechender Lautstärke. Nach der Vesper dauert das Fest mit den Königen bis ca. 5.00 Uhr. Dann kehren die Reyes in die Cumunidad zurück um am eigentlichen 3-Königsfest wieder in Simiatug zu sein. Alle Könige nehmen an der Messe von 11.00 Uhr teil. Am Nachmittag bringt jeder König sein Anliegen dem Herodes vor und anschliessend wird natürlich getanzt und viel Canelazo [singlepic id=853 w=320 h=240 float=left]und Drago getrunken. Ich konnte am Fest leider nicht teilnehmen, da ich die krebskranke Frau nach Ambato brachte, damit sie nach Quito zur Behandlung konnte.

Flor war eine Woche in Quito und wurde anschliessend heim geschickt. Nun ist sie zu Hause und wartet auf ihren Tod. Angel, ihr Mann, hat die Woche, in der sie in Quito war gearbeitet. Seither ist er wieder zuhause und hilft im Haus.

[singlepic id=855 w=320 h=240 float=left]Seit dem 7. Januar wird vermehrt am Kindergarten gearbeitet. Ich sehe aber bereits nach einigen Tagen, dass man den versprochenen Termin für die Eröffnung nicht einhalten kann. Leider werden uns zu wenig Arbeiter zur Verfügung gestellt. Einzelne Personen meinen immer wieder, dass es Dringenderes zu tun gibt, als die Fertigstellung eines ‚Kinder’gartens. Das bringt mich dann mal in Rage, dass ich für die Hauptverantwortliche nicht nur freundliche Worte finde – diese konnte ich auch auf Deutsch sagen, da sie Schweizerin ist.

[singlepic id=885 w=320 h=240 float=right]Nun wird aber das Werk beendigt – eine Übergabe ist für den 12. – 13. Februar vorgesehen. Warten wir ab: Paciencia y hora ecuatoriana.

Vreny hat in der Zwischenzeit wieder Katechese-Unterricht. Sie hat auch bereits zwei Nachmittage damit verbracht, den hiesigen Frauen „Strümpfe lismen“ beizubringen. Dies kommt übrigens sehr gut an, und es melden sich immer wieder Frauen (nachträglich), um das auch zu lernen.

Erfreuliche Meldung:
Wir haben ja nach unserer Geschwindigkeitsüberschreitung auf dem Weg von Ambato nach Quito eine Denuncia an die Regierung in Quito geschrieben. In abgelaufenen Monat mussten wir zweimal nach Guaranda wegen dieser Anklage. Das erste Mal mussten wir zusammen mit einem Advokaten genauer unsere „Version“ des Vorganges beschreiben. Diese Denuncia haben alle Polizisten erhalten, die an diesem Tag in der besagten Region Dienst hatten. Wir wurden dann ein zweites Mal aufgeboten nach Guaranda. Wir sollten die Polizisten anhand von Fotos erkennen. Man zeigt uns 33 Fotos. Ab diesen sollen wir den Täter überführen. Leider ist das für uns nicht möglich. Wir erwarten mindestens Fotos, wo man den Körper auch sieht. Der Polizist schlägt uns aber eine Live-Präsentation der Polizisten in Quito vor. Dies lehnen wir aber ab: aus Kosten-Nutzen-Gründen. Wir erklären der Polizei, dass wir erfreut sind, wie man versucht, die Korruption zu eliminieren und die Verwaltung und deren Umsetzung zu verbessern. Der Polizist, der extra von Quito kommt, ist damit zufrieden und verspricht, dass man derzeit alles unternehme, solche Vergehen zu verhindern und falls sie vorkommen, streng zu ahnden.
Der ganze Ablauf der Denuncia ist ein Aufsteller (des Tages) für uns – viva Ecuador – viva el presidente Correa!!

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Januar 20132013-01-30T02:04:48+00:00

Simiatug zwischen Weihnacht – Neujahr

AE -Zuerst zum eher ungemütlichen Teil. Kurz vor Weihnachten (am 18. Dezember) ruft mich Angelito an wegen seiner Frau Flor. Sie sollte an diesem Tag die nächste Chemotherapie bekommen. Die Ärzte sagen ihr, dass es keine Heilung mehr gibt für sie. Sie hat verschiedene Ableger. Angel und Flor beschliessen, nach Simiatug zurück zu kehren. Nach einem Zwischenhalt in Latacunga bei einer Schwester kommen sie nach Ambato, wo wir sie abholen. Vor der Abfahrt kaufen wir noch ein – für sie etwas Früchte und weisses Fleisch.

Flor in ihrem früheren Zimmer

Flor in ihrem früheren Zimmer

Weihnacht in Simiatug ist fast wie Fasnacht bei uns. Es gibt viele Bandas in den Strassen, die Musik machen von morgen früh bis abend spät. Natürlich gehört ein richtiges Mass an Drago-Konsum dazu. Weihnachtsbeleuchtung und Christbäume gibt es wenige bis keine. Krippen hingegen werden an vielen Orten aufgestellt: in Pärken, grösseren Firmen, auf fixen Märkten und natürlich in Kirchen.

Am Mittwoch, 26. Dezember, bekommen wir Besuch aus der Schweiz. Monika Kiechler macht eine Südamerikareise. Wir holen sie in Ambato ab und machen gleich noch unsere Einkäufe und den Einkauf für’s Kinderfest vom 29. Dezember.

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Simiatug zwischen Weihnacht – Neujahr2015-01-02T10:54:51+00:00
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