Abschlussbericht

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Vreny: Soeben haben wir eingecheckt und Zeit einen Rückblick auf die letzten Wochen zu werfen, eine sehr intensive Zeit muss ich sagen. Das Highlight dieser Zeit war wohl mein Geburtstagsfest. Wir waren bei den Schwestern eingeladen, feierten gemeinsam eine längere Messe, in der Padre Sandro so einen kleinen Rückblick auf Voluntarias hielt und wir überlegten, warum man wohl so viel Mühe auf sich nimmt.

Leider konnte Eddy nicht dabei sein, er war mit der kranken Frau seines Freundes unterwegs und kam dann erst etwas verspätet zum Essen. Das Essen war sehr fein, dazu eine kleine Ansprache der Oberschwester und anschliessend führten die Voluntarias einen Tanz mit der einheimischen Bekleidung auf und dann hatten sie noch ein schönes Spiel auf Lager, alles zu Ehren des Geburtstagskindes. Zum Schluss wurden wir noch reich beschenkt, einige Andenken aus Ecuador und eine aus Papier gebastelte und beleuchtete Grotte mit der Muttergottes von Don Bosco. Ich konnte nur staunend sagen: Ich hab nicht gewusst, dass wir für euch alle so wichtig sind!

[nggallery id=31]Dann war der Ausflug nach Baños und Puyo. Anschliessend machte ich mich ans Vorhänge nähen. Im Saal des Pfarrhauses haben sie nämlich immer Probleme mit der Verdunkelung, wenn sie einen Film oder eine Powerpoint-Presentation machen wollen. So war ich dann ein paar Abende am Nähen. Auch haben Padre Sandro oder Eddy immer wieder etwas zu flicken. Dieses Jahr war das alles schon einfacher, weil ich einfach zu den Schwestern gehen konnte, wenn ich eine Maschine, Faden oder Wolle brauchte. Das wusste ich letztes Jahr noch nicht und ich ging ins Nähatelier, wo es dann manchmal keinen Platz hatte und auch viel kälter ist.

Dann fanden noch zwei Werkstätten für Unterhalt und Reinigung statt. Für beide Tage mussten wir die Einkäufe tätigen und dann unterrichten, einmal in Pampa de Allago und das andere Mal in Mindina, wo man neue Häuser fürs Brot backen gebaut hat und Touristen bewirten möchte. Die vorgängigen Gespräche waren recht fruchtbringend! Die Teilnehmer konnten darüber nachsinnen, wie sie auf Touristen reagieren oder worüber sie sich Sorgen machen und ich konnte einbringen, was wir als Touristen erwarten oder wovor wir Angst haben.

Auch wollte ich nochmals meine Blumen pflegen, den Pfarrgarten jäten – zwei Nachmittage – und den Kirchplatz fegen. Für den Platz habe ich eine breite Bürste gekauft, damit das ein wenig schneller geht und diesmal ging es noch schneller, weil drei meiner Schüler zu Hilfe kamen und mir und Padre Sandro zur Hand gingen, natürlich im Hinblick auf ein paar Cents. Einmal halfen sie sogar morgens während ihrer Schulpause, die ist hier, so scheint es uns ein bisschen lang – eine Stunde. Die Schulzeit dauert von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr.

In der letzten Woche hatten wir noch zwei Abschiedsfeste, eines mit den Arbeitern und das andere mit den Schwestern. Für die Arbeiter hiess es Eddy’s Kleider bereitmachen, jeder Arbeiter konnte in der letzten Sitzung eine Nummer ziehen und erhielt dann den Sack mit seiner Nummer: Hose, Jacke, Pullover oder Hemd mit T-Shirt.

Für die Schwestern hatte Eddy eine PowerPoint-Presentation bereit gemacht – aus unserer Heimat und wie wir so leben. Die Stimmung schien jedoch ein wenig bedrückt, im Hinblick auf unseren Abschied. Sicher gönnen uns alle eine Pause, warten jedoch alle auf unser Wieder-Auftauchen. Wir können einfach nur sagen: „So Gott will!“ – sind ja auch nicht mehr die jüngsten.

Schlussendlich wollten wir uns noch von den kranken Frauen verabschieden, was dann ziemlich emotional war, beide verabschiedeten sich unter Tränen, wohl aus Dankbarkeit.

Bis zum letzten Moment war unser Terminkalender voll und wie letztes Jahr wollten es sich die Arbeiter nicht nehmen lassen, sich persönlich nochmals von uns zu verabschieden. Sogar Mütter mit ihren Kindern kamen extra noch auf den Dorfplatz zu einer letzten Umarmung.

Diesmal haben wir Begleitung von Rodrigo und seiner Frau. Sie werden unser Auto nach Simiatug zurück nehmen und in die Garage von Padre Sandro stellen. So haben wir nicht gross Zeit, Heimweh zu haben und auf dem Weg werden schon wieder Pläne geschmiedet, was sich noch ändern sollte!

 

 

 

 

2012-06-01T08:59:10+00:00
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