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Saskia und Lukas auf Besuch

AE – Die kleine Lücke von ‚Drei Königen‘ bis am 15. Januar lassen wir unkommentiert. Nicht das es nichts zu berichten gäbe, aber ich habe diese Woche nicht in der Disco duro gespeichert.

Am 15. Januar holten wir Saskia und Lukas auf dem Flughafen von Quito ab. Sie kamen von Havanna via Panama. Wir fuhren mit ihnen zur Villa Esperanza, wo wir für 2 – 3 Nächte logierten.

[singlepic id=540 w=320 h=240 float=right]Ich hatte schon seit 3 – 4 Tagen nach dem Essen Magen/Bauchschmerzen, je nachdem was ich gegessen hatte. Am 16. am Nachmittag erwischte es mich wieder und ich legte mich hin, während die andern die Altstadt von Quito besichtigten. Am Abend gingen wir miteinander essen. Ich meldete mich beim Arzt für den folgenden Tag an.

Am Dienstag suchten wir miteinander Cumbaya bzw. dort meinen Arzt. Er und ein Assistenzarzt untersuchten mich – konnten aber nicht richtig sagen was es war. Ich musste noch das Labor machen. Der Arzt verordnete mir eine Teediät für 24 Stunden. [singlepic id=544 w=320 h=240 float=left]Diese konnte ich leider nicht ganz einhalten, da wir am Abend in einem sehr guten Restaurant essen gingen. Der auserlesene Wein war nicht nur gut, sondern auch sehr teuer. Der Wein allein sollte 110 $ kosten. Am folgenden Tag brachte ich noch die verlangten ‚Abfälle‘ ins Labor. Anschliessend fuhren wir via Mitad del Mundo Richtung Küste. Wir verbrachten die Nacht in Pedernales und fuhren am Donnerstag Richtung Crucita. Dies ist ein kleines Fischerdörfchen, das wir vom letzten Jahr schon kennen. [singlepic id=549 w=320 h=240 float=right]Auf der Fahrt dorthin besichtigen wir eine Anlage (Punta Prieta) am Strand, jedoch ca. 80 m über dem Wasserspiegel. Eine wunderschöne Anlage, aber nicht gerade billig – für hiesige Verhältnisse. Der normale Preis pro Person, pro Nacht, ohne Essen $ 45 (die Suite $ 110). Wäre für 1 – 2 Tage aber durchaus lohnenswert.

[singlepic id=575 w=320 h=240 float=left]Am Abend in Crucita testen wir die Temperatur des Meerwassers.  Es hatte ziemlich Wellen, aber das Wasser war herrlich warm. Nach dem Duschen bekamen wir Fisch zum Essen und gingen anschliessend schlafen in dieser Suite.

Am folgenden Tag war das Wetter nicht für ein Kurzschwimmen. Also verliessen wir Crucita nach dem Frühstück Richtung Simiatug.

Wir fuhren via Quevedo – Facundavela nach Simiatug. Das GPS und die befragten Leute führten uns aber nicht auf dem schnellsten Weg nach Simiatug. Wir erreichten unser ‚Daheim‘ erst um 22.15 Uhr. Mindestens 2 Stunden hätten wir schneller sein sollen.

In Simiatug war natürlich für uns Arbeit angesagt. Vreny hatte eine Werkstatt für Backen von Brot und Kuchen. Insgesamt nahmen zirka 20 Personen aus verschiedenen Dörfern  [singlepic id=556 w=320 h=240 float=left]daran teil. Ich und Lukas halfen in der Aula Virtual. Am Sonntag fuhren Saskia, Lukas und ich nach Salinas. Hier kauften wir Schokolade und Käse nach Schweizer Rezepten erstellt. Das Mittag nahmen wir in Guaranda ein: Pizza mit viel Käse. Die Rückreise nach Simiatug machten wir über El Arenal. Zu unserem Erstaunen hatte es oben (ca, 4300 m) keinen Nebel und die Sicht war recht gut.

[singlepic id=560 w=320 h=240 float=right]Am Montag wollten wir in Santa Teresa an einer Erstkommunion teilnehmen. Kurz vor der Abfahrt bekam ich von Rodrigo ein Telefon, und er bat mich, mit dem Lastwagen in Ambato Material zu holen. Ich sagte zu und Saskia und Luki mussten alleine mit Padre Jose-Luis nach Santa Teresa fahren, Vreny fuhr nämlich hinunter nach Mindina und Salaleo zum Unterrichten.

Am Mittwoch fuhren wir alle miteinander nach Quisapincha, wo wir ein paar Lederjacken kauften – zu Preisen zwischen $ 60 – 75. Kurz sahen wir uns noch in Ambato um, wo es nicht viel Sehenswertes gibt. Dann fuhren wir via Salasaca (wo wir wieder ein wenig einkauften, warme Strickjacken zu $ 15) nach Baños zu Maria Elena. Am Abend gingen wir noch ins heisse Vulkan-Wasser 40-50 Grad. Leider hat es um diese Tageszeit viele Gäste (Fleischmarkt).

Recht früh fuhren wir am folgenden Tag nach Cuenca. Dies ist die schönste und sauberste Stadt von Ecuador. Teils erkundeten wir zu Fuss und teils mit dem Touristenbus. Am Freitag fuhren wir Richtung Loja. In Saraguro machten wir Halt. Es ist ein sehr schönes Dörfchen. Die Frauen tragen ganz schwarze Trachten; die Männer ebenfalls in schwarz tragen kurze Hosen (etwas unter die Knie) und haben einen langen Zopf. [singlepic id=571 w=320 h=240 float=right]Ein so sauberes Dörfchen haben wir sonst in Ecuador noch nie gesehen.

Südlich von Loja besuchen wir das Dorf, in dem es angeblich viele Menschen über 100 Jahre haben soll: Vilcabama. Landschaftlich ist sowohl die Fahrt wie der Ort selber sehr schön – leider finden wir aber keine so alten Leute. Am Samstag gegen Mittag fahren Vreny und ich Richtung Simiatug. Saskia und Lukas besichtigen noch ein wenig die Stadt, um am Sonntag morgen – 7.00 Uhr – Richtung Peru zu verreisen.

Wir hatten mit unserer Fahrt nicht sehr Glück. Schon kurz nach Loja mussten wir wegen einem Verkehrsunfall ca. 30 – 40 Minuten warten. Beim Überqueren der westlichen Cordille Richtung Machala hatten wir während cirka 2 Stunden ziemlich Nebel. Das hatte zur Folge, dass wir noch einen Zwischenhalt machten – wir verbrachten eine Nacht in Naranjal und genossen die heimische Küche (viel Reis) schön begleitet vom Strassenlärm. Das Hotel war für seine $ 15 recht gut.

Am Sonntag gings weiter und so um 16.00 Uhr erreichten wir Simiatug. Leider haben wir vergessen in Guaranda zu tanken. Wir werden vom Padre ein paar Liter Benzin verlangen müssen.

Der Arzt hat mir übrigens empfohlen eine Woche kein Obst und kein Gemüse zu essen, was ich auch befolgt habe. Nach 8 Tagen begann ich wieder mit Gemüse. Die Früchte werden jetzt dann auch wieder dran kommen. Ich fühle mich eigentlich wieder pudelwohl.

So das wars – das nächste Mal werde ich ‚hoffentlich‘ früher schreiben.

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Saskia und Lukas auf Besuch2012-02-04T14:23:10+00:00

Weihnacht bis Dreikönige

Hinter uns liegt eine sehr arbeitsintensive Zeit. Adventszeit – vieles wollte im alten Jahr noch geregelt werden.

[singlepic id=537 w=320 h=240 float=left]Hier im Hostal haben wir einen Umbau veranlasst. Da die Durchlauferhitzer drinnen in der Waschküche und ohne Kamin platziert waren und Eddy schon im letzten Aufenthalt überall nach Kaminen suchte, kam dann auf mein Drängen die Idee diese Heizkörper nach draussen zu verlegen und auf der Empore des Eingangs noch einen Balkon zum Wäschetrocknen zu errichten. Eine Öffnung für die Türe musste ausgebrochen und die Wasserleitungen mussten nach draussen verlegt werden, was zur Folge hatte, dass wir nachher in unserer Wohnung oben kein heisses Wasser mehr hatten. Das dauerte dann wieder zwei Wochen, bis Rodrigo, der Vorarbeiter Zeit fand, die verschiedenen Anschlüsse zu kontrollieren. So mussten wir dann immer in den unteren Stock, um zu duschen. An Weihnachten hatten wir dann wieder warmes Wasser und Eddy freute sich auf eine Dusche in unserer Unterkunft – aber oh Schreck, mitten unter dem Haare waschen ging das Gas aus und mit 14 Grad ist das nicht gerade so angenehm. Ich lief schnell in die Küche um vom restlichen Gas noch ein wenig Wasser zu heizen und konnte Eddy so aus seiner miesen Lage befreien.

Ab und zu ist Eddy wieder auf Material-Beschaffung, so unter anderem auch Einkauf der Keramikplatten für unseren Kindergarten in Santo Domingo. Wir haben Padre Sandro erzählt, dass zwei grossartige Jungs aus Eischoll mit ihren Schulkollegen ganz viel Zeit investiert haben, um für unseren Kindergarten Geld zu sammeln und, dass wir über 10’000 Franken ihnen zu verdanken haben. Er hatte eine Riesenfreude und wird sich melden. In letzter Zeit war aber eben ganz viel los.

Weihnachtsnovene mit den Kindern – Weihnachtsessen mit Simiatug Samai (Hostal und Näherei) – Weihnachtstreffen mit den Padres von Guaranda und Guayco (Wallfahrtsort) – Familienfest mit den Arbeitern des Padre – Mittagessen mit den Alten Menschen – Weihnachtsfeier mit den Padres und einem dänischen Ehepaar – Kinderfest der verschiedenen Gemeinden in Simiatug – Silvesterfeier mit den Schwestern – Fest der drei Könige (2 Tage) usw.

Als wir, Schwestern, Voluntarios und Padres einen ganzen Nachmittag lang in der Kirche die Krippe aufstellten, funktionierten die verschiedenen Lämpchen nicht. Ich telefonierte daher Eddy, um uns zu helfen und er war dann geraume Zeit beschäftigt, alles zu richten. Alle warteten geduldig auf das Aufleuchten der Lämpchen und Tage darauf kamen dann auch noch die Schwestern mit ihren Lämpchen und auch beim Padre fehlte es an Licht. Eddy brachte jedoch alles wieder zum Leuchten und so wurde er auch noch fürs Funktionieren der Mikrofone in der Kirche eingesetzt.

Mitte Dezember wurde ich in die Bäckerei gerufen, um eine neue Bäckerin zu unterstützen und in einigen Sachen zu unterweisen. So war ich am Morgen im Pfarrhaus und am Nachmittag in der Bäckerei und abends manchmal noch in der Küche im Hostal.

Die Brötchen, die hier gegessen werden, machte die neue Bäckerin sehr gut. Das Brot jedoch, das Cornelia schmeckt und unser Brot, das ich letztes Jahr erprobt habe, war nicht ihr Ding. Nun wissen wir, warum uns letztes Jahr das Vollkornbrot nicht geschmeckt hat, sie liessen es nicht aufgehen, denn diese Frau hatte schon mal eine Zeit lang mit der vorherigen Bäckerin gearbeitet.

[singlepic id=538 w=320 h=240 float=right]Cornelia lief schon nach meinem ersten Tag in der Bäckerei voll Freude zu mir, um mir mitzuteilen, wie gut nun das Vollkornbrot schmecke und wie gut es sich schneiden liesse. Auch übten wir nun Süsses zu backen, Kuchen und Törtchen. Zu allem Übel aber erkrankte die neue Bäckerin vor Weihnachten und so musste ich dann vieles alleine machen – 8 Vollkornbrote fürs Weihnachtstreffen [singlepic id=539 w=320 h=240 float=left]der Padres zum Verschenken – 60 Nussschnecken für die alten Menschen – 200 Törtchen fürs Familienfest der Arbeiter usw.

Dazu kam noch, dass die Frau welche im Pfarrhaus putzt und kocht, die letzte Woche im Monat immer fehlt, um sich weiterzubilden. So war mein Tagespensum ziemlich voll. Am ersten Tag der Woche noch Religionsunterricht in drei verschiedenen Gemeinden, eine davon erreicht man nur zu Fuss – 1½ h Fussmarsch bergauf, und am Freitag Morgen noch Unterricht hier im Dorf.

Als ich das Weihnachtsessen für sieben Personen im Pfarrhaus vorbereitete, kam plötzlich Padre Sandro strahlend in die Küche mit einer schönen Kette in der Hand, und sagte: „Für dich und danke für alles, was du für uns machst“, hängte mir die Kette um und umarmte mich voll Dankbarkeit.

[singlepic id=534 w=320 h=240 float=left]Gestern, am 6. Januar 2012 starteten wir um sechs Uhr in der Früh einen mehr als zweistündigen Fussmarsch in ein Dorf auf etwa 3800 m über Meer. Hier sollte einer der vielen Könige eingekleidet werden.

[singlepic id=533 w=320 h=240 float=right]Die Zeremonie war recht beeindruckend: Man dankte Vater Sonne, Mutter Erde und dem Wasser und legte Blumen Früchte und Getreide in eine aus Steinen geformte Sonne. Dann wurde der auserwählte König am See gewaschen und neu eingekleidet. Er durfte nun dankend die Opfergaben in den See werfen und einen Teil in die Erde legen. Zuletzt hatten die weiblichen Gäste die Ehre mit [singlepic id=530 w=320 h=240 float=left] dem König zu tanzen. Dann ging es in einer Prozession hinunter zum Schulhaus, wo wir verpflegt wurden. Anschliessend wanderte [singlepic id=531 w=320 h=240 float=right]man hinunter ins Dorf Simiatug, der König hoch zu Ross, begleitet von Musikanten und ihren Dorfbewohnern. [singlepic id=536 w=320 h=240 float=left]In Simiatug trafen dann an die 20 Könige auf Pferden ein, um dort um drei Uhr an der Vesper teilzunehmen und sich segnen zu lassen.

Eddy will sich ab jetzt nun mehr Zeit nehmen für die Schreinerei, um die Arbeiter zu unterstützen, ein wenig zu instruieren und um verschiedene Sachen zu verbessern, vor allem auch den Umgang mit den Maschinen. Demnächst wird eine Sitzung einberufen, um gewisse Sachen zu verbessern und klar zu stellen, denn manchmal lassen sie sich nicht so einfach belehren, weil sie ihre Arbeit lieber so machen, wie sie es gewohnt sind und sei es grad verkehrt.

So fehlt es nicht an Arbeit und die Zeit vergeht sehr schnell! Wir merken jedoch immer wieder, dass unsere Arbeit hier sehr geschätzt wird und in den Reden von Weihnachten hat man uns von Herzen gedankt!

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Weihnacht bis Dreikönige2012-01-09T03:08:48+00:00

Immatrikulation Auto

AE – Das Auto, das wir letztes Jahr gekauft haben, war immer noch auf den Namen vom vorherigen Besitzer registriert. Spätestens am 10. Dezember mussten wir das ändern und mich als neuen Besitzer und Eigentümer auf der Immatrikulation eintragen.

So ging ich, um das sofort zu erledigen, am Freitag mit Rodrigo und Messias nach Guaranda. In Ecuador muss man alle vier Jahre die Permisio (Fahrausweis) erneuern.

Messias kam mit dem Computer beim ersten Versuch nicht richtig zurecht und probierte es nun 2 Tage später erneut – er schaffte es und war sehr zufrieden. Wir waren zirka um 09.00 Uhr bei der Automobilkontrolle. Er erhielt eine Nummer (Nr 13) und musste warten bis er aufgerufen wurde.

Wir wussten, dass er lange Zeit warten musste und fingen damit an, meine Immatrikulation zu regeln. Alles begann um 09.15 Uhr. Ich erhielt erst mal einen Zettel mit 10 Punkten, die ich erfüllen musste. Zum Glück waren einzelne für mich als Ausländer nicht erfüllbar. So müssen die Ecuadorianer einen Beleg bringen, dass sie an den Wahlen oder Abstimmungen teilgenommen haben. Selbstverständlich gehörten Kopien vom Pass, von der alten Immatrikulation, der vom Notar beglaubigte Kaufvertrag, Kopie der Identitätskarte des vorherigen Eigentümers dazu.

Mit all diesen Dokumenten ging ich zum Schalter 2. Hier wurde mir mitgeteilt, dass ich weiter unten in der Stadt zum Amt IRS gehen musste. Dieses kontrollierte alle Unterlagen und erstellte eine erste Rechnung von um die $ 160. Gleichzeitig stellte das Amt aber fest, dass zwei Daten auf der bestehenden Immatrikulation nicht übereinstimmten. Also mussten wieder hinauf zur Automobilkontrolle und diese Daten ändern lassen. Diese sagte mir, dass ich nachmittags um 15.00 Uhr wieder beim IRS sein müsste und ich dann den entsprechenden Betrag bei der Bank einzahlen könnte. Es war in der Zwischenzeit 12.00 Uhr.

Messias konnte seine Prüfung um 11.15 Uhr ablegen. Glücklicherweise hat er diesmal Erfolg. Das erste Mal ist er an der Bedienung des Computers gescheitert. Nach etwa einer halben Stunde ist er fertig und muss im Wartsaal warten. Hier im Wartsaal hat es natürlich einen TV, der so laut eingestellt ist, dass man an den Schaltern nicht gut hört, was die Beamten sagen. Zweimal wurde Messias an die Schalter gerufen. Beim dritten Aufruf erhielt er seine Permisio.

Wir gingen anschliessend mittagessen – es war 12.30 Uhr.

Nach dem Essen um 15.00 Uhr ging ich zum IRS um die neue Rechnung mit den aktualisierten Daten zu holen. Leider waren die Daten nicht aktualisiert. Also gingen wir wieder zur Automobilkontrolle. Der Chef persönlich aktualisierte die Daten. Wir konnten also wieder hinunter zum IRS – war jedes Mal zirka 5 Minuten mit dem Auto, Parkplatz suchen und warten am Schalter.

Diesmal klappte es aber. Ich konnte mit meinem Beleg zur Bank. Es waren $ 178, die ich bei der Bank einzahlen musste. Jetzt wieder hinauf zur Automobilkontrolle. Wir konnten direkt zum Chef, bzw. dessen Sekretärin. Diese erklärte uns, dass der Vertrag nicht mehr gültig sei und ich zwei Möglichkeiten hätte: neuen Vertrag erstellen oder eine Person mit ecuadorianischer Permisio solle quasi eine Vollmacht ausstellen. Es war in der Zwischenzeit 16.30 und wir konnten die Rückfahrt nach Simiátug antreten.

Ich wollte einen neuen Vertrag erstellen lassen und telefonierte nach Cuenca, wo ich das Auto gekauft habe. Drei Stunden später rief mich der Vermittler an und sagte mir, dass eine Anfertigung eines neuen Vertrages nicht möglich sei, da der vormalige Eigentümer im Ausland sei. Ich solle aber den Beamten den Vorschlag machen, dass ich bereit sei, eine Busse zu zahlen.

Am Montag fuhr ich also allein nach Guaranda, um die Sache zu erledigen. Um 09.45 war ich  in Guaranda. Bei der Einfahrt liess ich das Auto waschen. Anschliessend fuhr ich sofort zur Automobilkontrolle. Ich erklärte der Sekretärin die Situation und dass ich bereit wäre, eine Strafe zu zahlen. Sie sagte mir anschliessend, dass ich eine Citacion. Diese könne ich von jedem Polizisten ausstellen lassen. Also suchte ich den nächsten Polizisten, der mir nach dem ich ihm eine Kopie meines Passes und einer Kopie meines Fahrausweises diese Citacion erstellte.

Mit dieser Citacion ging ich zum Schalter 2. Hier musste ich also $ 13 bezahlen. Leider war die Sache damit aber nicht erledigt. Nun hiess es auf einmal, dass ich den Wagen einer technischen Kontrolle unterwerfen müsste. Diese Kontrolle findet draussen auf der Strasse vor der Automobilkontrolle statt. Ein Beamter kam mit einem Formular und kontrollierte das geparkte Fahrzeug. Da das Auto ziemlich neu ist, waren keine Mängel zu beanstanden. Dass ich das Pannendreieck nicht fand, übersah er wohlwollend.

Mit dem Formular der Kontrolle erschien ich wieder am Schalter 5. Nun schien alles i.O. Ich durfte mich hinsetzen. Nach 15 Minuten wurde ich wieder aufgerufen – es fehlte noch eine Kopie – weiss nicht mehr welche. Diese lieferte ich nach und dann 12.45 wurde ich ein zweites Mal aufgerufen und erhielt meine Immatrikulation.

Wie war ich zufrieden – eine richtige Erlösung, obwohl ich des Wartens und der komplizierten Abläufe ziemlich gewohnt war. Ich brauchte insgesamt praktisch zwei Tage, wenn man die Reiserei von Simiatug nach Guaranda mit jeweils 2 Stunden miteinrechnet.

Diese Geschichte schrieb ich vor allem darum, um aufzuzeigen, wo und wie sich das Land verbessern könnte. Wenn man bedenkt wieviel Zeit hier verloren geht, die nützlich genutzt werden könnte, so kann man sich vorstellen, wie wirtschaftlicher gearbeitet werden kann.

 

Immatrikulation Auto2011-12-22T01:56:06+00:00

Ankunft

Quito

[singlepic id=524 w=320 h=240 float=left]Ungefähr um Mitternacht trafen wir in Quito ein, hatten ruhige Flüge von Buenes Aires nach Lima und von da nach Quito. Die Ankunftshalle in Quito jedoch war randvoll gefüllt mit Reisenden und wir brauchten fast zwei Stunden, bis wir den Flughafen verlassen konnten – Pass – und Gepäckkontrolle.

Am Morgen rief uns schon unsere Freundin Carmen Ochoa in Quito an, und teilte uns mit, dass wir uns am Abend nicht nur mit ihr, sondern auch mit Padre Arnold aus der Schweiz treffen würden. Das freute uns natürlich sehr. Zusammen verbrachten wir einen gemütlichen Abend und erfuhren so auch aus erster Hand, was er und seine Begleiter auf der Reise alles erlebt hatten und was es so Neues gab für die Stiftung. Er war sehr zufrieden über seine Reise und sie hatten wunderbares Wetter.

Simiatug

[singlepic id=525 w=320 h=240 float=right]Am nächsten Morgen wurden wir mit unserem Auto von einem der Mitarbeiter des FEEP von Guaranda abgeholt. In Ambato machten wir noch ein paar Einkäufe und trafen dann so gegen 17.30 Uhr an unserem Arbeitsplatz ein. Unser erster Gang ging natürlich ins Pfarrhaus. Wir wurden von den beiden Padres mit strahlendem Gesicht empfangen und innig umarmt. Padre Sandro fand vor lauter Freude fast keine Worte und war überglücklich uns zu sehen. Er konnte fast nicht glauben, dass wir wieder da waren. Gleich schon am nächsten Tag wollte er mit uns nach Santo Domingo fahren, damit wir seine Arbeit kontrollieren könnten.

[singlepic id=529 w=320 h=240 float=left]Padre Sandro begleitete uns ins Hostal und wollte uns mit dem Gepäck behilflich sein. Da stand auch schon Cornelia bereit und alle sprangen herbei um uns höchst persönlich zu begrüssen. An unserer Türe stand ein Willkommens-Schild und ein gutes Essen wartete auch schon auf uns. Wir spürten richtig wie erfreut alle waren, dass wir wieder im Land sind. Auch am nächsten Tag werden wir überall mit „Willkommen“ d.h. „Bienvenidos“begrüsst. Auch die Schwestern liefen mit ausgestreckten Armen auf uns zu und hiessen uns ganz herzlich willkommen.

Eddy fuhr schon am nächsten Morgen nach Guaranda um unser Auto zu immatrikulieren und ich wurde schon ins Pfarrhaus gerufen. Die Koffern standen noch herum und warteten.

Somit musste auch Santo Domingo noch warten. Also fuhren wir am Freitag dahin und nahmen an einer Versammlung der Gemeinde teil. Sie bedankten sich herzlich bei uns und all unseren Freunden und Verwandten aus der Schweiz. Und teilten uns schon mal mit, dass wir dann zur Einsegnung und zum Fest eingeladen werden.

Samstags wollte Padre Sandro, dass wir ihn am Morgen an eine Messe mit Taufe begleiteten, an den Ort, an dem sie letzten Winter so ihre Schwierigkeiten mit der Strasse hatten und am Nachmittag an eine Beerdigung in eine ganz andere Richtung.

Die folgende Woche stürzten wir uns schon voll in die Arbeit. Eddy fuhr schon zweimal mit dem Camion nach Ambato – Material besorgen, dann nochmals nach Guarando – Auto- Immatrikulation, was er im Detail berichten wird und dann folgt schon ein Umbau hier im Hostal.

[singlepic id=526 w=320 h=240 float=right]Ich sehe schon wieder viel Arbeit im Pfarrhaus und am Freitag ging’s schon wieder in die Schule. Sonntags begleiteten wir Padre José-Luis in eine Gemeinde, die mit dem Auto nicht zugänglich ist. Wir liefen zuerst bergab, dann wieder bergauf – 1½ Stunde. Wir feierten eine Hochzeitsmesse, in der anschliessend noch die vier Kinder des Paares getauft wurden. Die Mühe hat sich doch [singlepic id=527 w=320 h=240 float=right]gelohnt- oder?

Heute Montag fuhr ich mit Padre José-Luis in zwei neue Gemeinden, die etwas tiefer liegen und bedeutend wärmer sind. Hier soll ich die grösseren Kinder zum Unterrichten übernehmen, da der Padre sich um die Kollegiums-Schüler bekümmern muss.

Im unteren Dorf wurden wir noch zu einem zwei Monate alten, toten Kind gerufen. Wie so oft hier, ist die Mutter sehr jung und ohne Mann.

Hier noch ein kleines Detail: Die Temperatur im Hostal beträgt 12 Grad. Es gab keine Sonne heute und die Temperatur sinkt sofort. Bei unserem Eintreffen in Simiatug hatte es 14 Grad. Die Natur benötigt jedoch den Regen. Im Sommer ist hier alles trocken und es fällt kein Regen. Da wir dieses Jahr einen Monat früher hier sind, können wir den Unterschied deutlich sehen.

Ankunft2011-12-14T02:36:06+00:00

Buenos Aires (3)

Unsere fast zwanzigstündige Fahrt verlief recht gut und wir schliefen auch recht gut. Für diese Strecke hat uns Liliane geraten die beste Gesellschaft zu buchen, „Via Bariloche“. Diese Busse haben nämlich Super-Camas, d.h. man kann den Polsterstuhl so einrichten, dass die Beine hochgelagert sind. Stundenlanges geradeaus Fahren und nichts als Steppe, dann die Pampa, der grüne fruchtbare Bereich des Landes, geradeaus, geradeaus. Einen Teil der Strecke hat es in Strömen geregnet .

Ziemlich gut ausgeschlafen erreichten wir eine halbe Stunde früher als geplant Bs As. Die Fahrt in die Stadt war phänomenal – auf dieser Strasse konnten wir 18 Spuren zählen, wäre für uns wohl sehr gewöhnungsbedürftig.

[singlepic id=480 w=320 h=240 float=left]Wir bezogen unser Hotel und verbrachten einen gemütlichen Nachmittag. Am Samstag kam wieder unsere Führerin Liliane. Mit ihr schauten wir wieder einige historische Gebäude an und gingen dann in den Park Bosque de Palermo mit einer Grösse von 400 Hektaren. Hier hatte es unter anderem einen schönen Rosengarten (Parque tres de Febrero). Der Parque Tres de Febrero, auch [singlepic id=492 w=320 h=240 float=right]bekannt als Bosques de Palermo (Wald von Palermo), ist ein 25 Hektar großer Stadtpark im Stadtteil Palermo.

Der Park wurde von Juan Manuel de Rosas 1830 gekauft und gestaltet. Viele Porteños (Bewohner von Bs As) treiben hier in ihrer Freizeit Sport: laufen, gehen, skaten, Boot fahren, picknicken, Tiere beobachten, usw. …..

[singlepic id=500 w=320 h=240 float=left]Wir fuhren in einen andern Stadtteil um einige Bücher zu kaufen. Wir gingen in eine tolle Buchhandlung. Hier war früher ein Theater. Auf der Bühne wurde ein Restaurant eingerichtet und ein Pianist spielte am Flügel – das ist Kultur. Hier wird sehr viel gelesen und Bücher und CD’s verschicken ist hier gratis.

Am Sonntag fuhren wir mit dem Taxi ca. 70 km in eine kleinere Stadt: Luján. Es ist ein [singlepic id=503 w=320 h=240 float=right]Wallfahrtsort. Wir hatten Glück mit der Messe. Sie fing für uns genau zur richtigen Zeit an – leider mussten wir stehen oder halbwegs auf dem Boden sitzen.

Die Mittags-Parilla (Grilladen) war leider nicht so gut. Wobei Preis-Leistung nicht schlecht war. Am Abend wollten wir in ein Lokal mit Musik und gemütlich ein Bier trinken. Im ersten Restaurant war die Musik viel zu laut und leider auch nicht nach unserem Geschmack. Also zogen wir weiter. Im nächsten Lokal ging die Live-Musik gerade zu Ende. Wir hätten um 21.15 Uhr da sein sollen, statt um 22.30. Wir gingen also zurück ins Hotel und hatten somit eine etwas längere Ruhezeit vor uns.

Heute Montag wollten wir noch eine Tasche oder ein Rucksack für die Fotoausrüstung kaufen, weil die Auswahl hier sehr gross ist. Hier hatten wir auch wieder nicht so Glück. Es war alles geschlossen. Also muss die alte Tasche noch ihren Dienst tun.

Wir verabschiedeten uns von Liliane und fuhren um 14.30 Uhr zum Flughafen. Um 00.30 Uhr (Ortszeit) werden wir in Quito sein – si Dios lo quiere – so Gott will!

Ab jetzt wird es über weniger spektakuläre Dinge zu berichten geben; aber nicht weniger beeindruckend – so hoffen wir wenigstens.

Buenos Aires (3)2013-01-27T14:07:39+00:00

Grosszügiges Restaurant Pöstli, Naters

Die Vorführung von Qietschfidel vom Samstag, den 22. Oktober war ein toller Erfolg sowohl für die Darsteller wie für uns. Wir wollten uns bei den Schülern aus Eischoll natürlich bedanken. Mit einem Nachtessen im Restaurant Pöstli ist uns das hoffentlich gelungen.

Das Wirtepaar erklärte sich spontan bereit, das Nachtessen für die jungen Künstler zu spendieren. Ich denke für den einen oder andern war es das erste Mal, dass er sein Fleisch auf dem Speckstein selber braten konnte.

Herzliches Vergelts Gott an Helen und Kamil Ruppen-Gundi!!

 

Grosszügiges Restaurant Pöstli, Naters2011-10-29T22:38:09+00:00

Spass für einen guten Zweck

[singlepic id=41 w=320 h=240 float=left]Primar- und Sekundarschüler aus Eischoll und Grengiols haben am 22.Oktober in der Mehrzweckhalle von Grengiols einen Abend mit kabarettistischen und tänzerischen Elementen inszeniert. Das Projekt, welches durch die Jugendlichen selber initiiert wurde, führte zu Kollekten von insgesamt gut 7000 Franken. Die Einnahmen kommen vollumfänglich unseren Volontariatsprojekten in Ecuador zugute.

[singlepic id=42 w=320 h=240 float=right]Die zwei Initianten des Projekts, Romano Amacker und Raban Brunner, bedienten sich des Programms «Plan B» des Kabarett-Duos Divertimento. Die beiden, die sich «Q(u)ietschfidel» nennen, haben dieses Programm bereits Anfang August in Eischoll mit grossem Erfolg aufgeführt und damit viele Freunde und Interessierte erfreut. Bei der Organisation des Abends wirkten auch Schülerinnen und Schüler aus Eischoll mit. Eine Gruppe junger Tänzerinnen aus Grengiols umrahmten das Programm. Vreny und ich haben nach einer Einführung durch den Grengjer Gemeinderat Klaus Agten zu Beginn des Abends unsere geplanten Entwicklungsprojekte kurz vorgestellt.

[singlepic id=44 w=320 h=240 float=right]Die Performance war überaus beeindruckend, für die Jugendlichen eine lehrreiche und interessante Erfahrung und wurde dementsprechend mit grosszügigen Kollekten belohnt, welche wir natürlich mit grosser Dankbarkeit entgegennehmen.

Spass für einen guten Zweck2011-10-24T16:25:27+00:00

Cabaret zu Gunsten von Ecuavision

Q(u)ietschfidelquietschfidelgrengiols

Der Bruder meines Schwiegersohnes, Raban Brunner, fragte mich im Juni, ob wir einverstanden wären, wenn er mit seinem Freund Romano Amacker ein Cabaret (Divertimento, Plan B) aufführen würde. Klar waren wir einverstanden! An diesem Anlass in Eischoll kam ein stattlicher Betrag zusammen. Der Gesamterlös ging zur Hälfte an eine Organisation, die in Kolumbien (Bogotá) hilft und die andere war für unser Projekt in Ecuador.

Nach dem tollen Erfolg bot sich die Gruppe an, eine Aufführung für unser Kindergarten-Projekt in Ecuador zu machen, dieses Mal in Grengiols. Natürlich haben wir gleich mit dem Organisieren angefangen.

Am 22. Oktober 2011, 20.00 Uhr findet diese Aufführung in der MZH statt. Wir hoffen, dass wiederum viele Leute anwesend sein werden und einen unterhaltsamen Abend verbringen. Natürlich würde es uns besonders freuen, wenn an der Kollekte erneut ein stattlicher Betrag zusammen kommt, um unser Projekt fertig finanzieren zu können. Wer weiss, vielleicht werden wir uns sogar in ein neues stürzen können.

Cabaret zu Gunsten von Ecuavision2011-10-17T18:19:13+00:00
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