Reparaturen und Werkstätten

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Eddy: Könnte fast sagen 2 Wochen wie immer – voller Abwechslung, voller Über-raschungen und viel Arbeit. Ich hatte wieder mal was Neues zu tun: erstmals konnte er sich als Elektriker in Szene setzen. In der Comunidad Mindina wurde ein Touristenhaus gebaut, das kurz vor der Vollendung ist. In den letzten zwei Wochen wurden die Elektroinstallationen gemacht: Kabel, Steckdosen, Schalter und Sicherungskasten. Alles wird von „El cielo en la tierra“ gemacht, bis auf den Anschluss ans Netz. Momentan ist das Netz 110 Volt. Die Installation ist aber so, dass später einmal auf 220 Volt gewechselt werden kann. Dies ist zur Zeit nicht möglich, da es dafür einen Trafo braucht und diesen will oder kann niemand bezahlen.

In der ersten Woche schien mir die Arbeit der Frauen gut zu sein – in der zweiten er-schien aber niemand; sie müssen ja Minga leisten – „Gmeiwärch“. Die einzige Leistung, die erbracht wurde, war das Mittagessen – Indigena-Suppe mit Poulet und dann Reis mit etwas dazu (z. B. ein Spiegelei, Bohnen oder …). Die Suppe ist nicht schlecht – der Rest 😉

Zudem war ich jede Woche mindestens einmal bei den „hermanas“ (Salesianer-Kloster-Frauen) für Reparaturen: Türschlösser, Wasserschäden, Strom….. Sie sind glücklich und unendlich dankbar für jede Reparatur und dafür, dass endlich jemand Zeit für dies alles hat.

Der einzige, der die Reparaturen erledigen könnte, ist der Vorarbeiter Rodrigo und der kann einfach nicht überall sein!

Im Hostal, wo wir wohnen, habe ich im letzten Jahr – glaube im Mai – ein elektrisches Türschloss installiert. Bei dem funktionierte bisher nur die Gegensprechanlage. Ich habe in den letzten Tagen den Rest installiert und nun kann man die Haupteingangstür von der Küche oder vom Büro aus öffnen. Dies ist vor allem in der Nacht ein grosser Vorteil.

Vreny: Im Moment bringe ich das Pfarrhaus ein wenig in Schwung, vor allem nach aussen – Fenster putzen – glaube kaum, dass die schon mal einen Putzlappen gesehen haben. Fensterputz ist hier auf dem Lande nicht üblich.

Am 16. März feierten Padre Sandro und Cornelia Geburtstag. So kochte ich am Nachmittag im Pfarrhaus für 15 Personen und stand somit fast den ganzen Tag in der Küche. Habe Glace gemacht – haben wir hier keines – leckere Brownies gebacken, einen feinen Braten mit Kartoffelstock und dem hier üblichen weissen Reis gekocht, dazu Salat. Erster Gang ist hier immer eine warme Suppe zum Aufwärmen, kochte eine grüne Suppe – mit der grünen Banane! Padre José-Luis half fest mit, deckte den Tisch und verzierte mit Luftballonen den Raum, der neue Voluntario Miguel-Angel dekorierte den Tisch mit selbstgebastelten Blumen und so staunte der Padre nicht schlecht, als er später ins Haus kam. Machte sich dann auch hübsch und zog die neue Jacke an – Antons Jacke – an der ich den Kragen abgeändert habe, siehe Foto. Kurzum, hat sich sehr gefreut über das kleine Fest, ihm und Cornelia zu ehren. Bedankte sich dann auch am andern Tag noch zweimal bei mir für’s Organisieren.

Dann geht’s mal wieder in die Schule, oder zur Nachhilfestunde, oder mal wieder in die Bäckerei und an den Wochenenden wieder mal eine Werkstatt für’s Kochen – Materialbeschaffung usw. und so vergeht die Zeit wie im Flug. Denke schon jetzt, dass wir nicht alles erledigen können, was wir gerne erledigt hätten.

  • Exkurs: Jede Provinz ist in Kantone eingeteilt, die Kantone ihrerseits in Paroquias. Die Kantone entsprechen in etwa den Bezirken bei uns und die Paroquia ist die Gemeinde. Die Gemeinden wiederum bestehen aus vielen Comunidades. Diese würde bei uns so etwas wie Weiler sein. Die Organisation innerhalb der Comunidad entspricht aber fast dem des Gemeinderates bei uns auf ihrem Territorium. Der Gemeinderat (Junta paroquial) ist aber das offizielle Organ der Gemeinde und ist somit für alle Comunidades verantwortlich. Leider ist die Junta paroquial in Simiatug nichts wert. Die bringen es nicht fertig, mindestens das Dorf einigermassen sauber zu halten. Neustens liegen an vielen Orten im Dorf sogar Babywindeln (Pampers).
2012-03-30T15:35:42+00:00
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