Palmsonntag

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Vreny: Wir wurden von Rodrigo, dem Vorarbeiter – Vater von fünf studierenden Kindern – nach Ambato eingeladen, um mit seiner Familie einen Ausflug zu machen. Wir fuhren in zwei Autos an einen Ort, wo man fischen und anschliessend die frisch gefangenen Forellen verspeisen kann. Danach wanderten wir noch gemeinsam zu einem Wasserfall und genossen die Wärme in diesem Tal.

Auf dem Rückweg fuhren wir an einer Gärtnerei vorbei und kauften kurz entschlossen viele Blumen ein. Ich war nämlich schon seit längerer Zeit auf der Suche nach Blumen für den Kirchgarten.

Zurück in Simiatug machte ich mich dann auch gleich ans jäten, drei Nachmittage säuberte ich an der Umgebung der Kirche. Am dritten Tag bekam ich dann Hilfe von zwei, drei Arbeitern, die die Gartentore flickten und den Stacheldraht teils neu montierten oder flickten, der Hunde wegen. Einer der Arbeiter half mir dann Löcher aus zu heben und mit Komposterde zu bereichern um die Pflanzen zu setzen.

So war für das grosse Fest, den Palmsonntag, alles bereit. Ein Mitglied der Gemeindebehörde kam sogar, um alles zu bestaunen und Fotos zu machen. Wir hoffen auf Nachahmung, damit mit der Zeit das Dorf verschönert wird.

In der Osterwoche wurde dann von den Arbeitern noch das schöne Holzportal der Kirche geputzt und neu gestrichen. Ich machte mich noch an den Fensterputz der Kirche, was teilweise gar nicht so einfach war – nur mit einer Leiter erreichbar und einzelne noch mit Zement voll gespritzt, was mich schon lang störte.

Padre Sandro war sehr glücklich und dankbar, als alles in neuem Glanz erstrahlte für das kommende Osterfest. Hat natürlich selber auch mit geholfen und gesagt: „Früher hab ich das alles selber gemacht, jetzt mag ich nicht mehr.“ Hab ihn dann getröstet und gesagt: „Deshalb sind wir ja hier, um zu helfen!“

Ostern war dann recht streng für mich. Für Ostersonntag organisierten die Frau von Rodrigo und ich das Essen für die älteren Menschen, das sind jeden Sonntag so zwischen 30 und 60 Personen, je nach Wetter. Sie sollten „Fanesca“ bekommen, das ist so eine dickliche Kürbissuppe mit verschiedenen Böhnchen, Linsen, Maisarten Gemüse und einem speziellen getrockneten Fisch, dazu gekochte Eier und Avocados – sehr nährhaft und gesund. So waren wir dann von 8 Uhr morgens an 6 – 7 Personen am Rüsten und Umherlaufen, sogar Eddy half Bohnen und Erbsen ausmachen.

Am Vortag hab ich in der Bäckerei vier Kuchenbleche voll Ruhmschnitten gebacken, die Bäckerin war wieder mal abwesend, weil sie einen Unfall hatte, und so hatte ich keine Hilfe. Der Kuchen sollte auch noch für den Abend reichen, da ich fürs Osterfest die Schwestern mit den Voluntarinnen ins Pfarrhaus eingeladen hatte – 15 Personen.

Ostermontag machten wir uns dann einen freien Tag und fuhren nach Ambato. Zum Mittagessen verabredeten wir uns mit Dr. Luis Velasco – dem Verbindungsmann der Fundacion „Para los Indigenas del Ecuador“ – und besuchten dann anschliessend auch noch sein neues Team. Alle schienen sehr motiviert und glücklich an ihrer neuen Arbeitsstelle zu sein. Auch trafen wir dort recht viele Indigenas, die uns voller Freude begrüssten, da Dr. Velasco uns als Fundacions – Mitglieder vorstellte. Montags ist in Ambato immer Markt und viele Indigenas Kommen mit ihrer Ware in die Stadt, deshalb ist dann im Büro Hochbetrieb.

 

2012-04-17T03:19:08+00:00
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