von Neuem Besuch: Julia und Tobias

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AE – Die Tage mit Saskia und Lukas vergingen sehr schnell. An den folgenden Tagen dachten wir etwas mehr an die Schweiz und die tollen Schneeverhältnisse dort. Wir konnten uns aber trösten mit dem baldigen Besuch von Julia und Tobias, sonst wäre doch wieder vermehrt das Heimweh aufgekommen.

Wir stürzten uns wieder an die Arbeit. Ich musste am Montag Material liefern nach Santo Domingo. Im Planen sind die Arbeiter meistens nicht so geübt. Sie merken meist erst am Vortag, dass sie für den folgenden Tag nicht das nötige Material haben. Bei der Bestellung fehlt dann sehr häufig noch was, so dass vielleicht am gleichen Tag zweimal geliefert werden muss.

Am Dienstag waren die Padres nicht in Simiatug und darum gingen Vreny und ich nach Ambato einkaufen. Der ältere Sohn von Rodrigo begleitete uns. Wir kauften ein Rechaud mit Induktionsplatte. Wir brachten zudem zwei Elektrogeräte der Schwestern in eine Elektrowerkstatt zur Reparatur. Am Abend fuhren wir über El Arenal nach Simiatug und konnten so die mitgeführten Plättli in Santo Domingo abliefern.

Am Mittwoch gingen Rodrigo und ich mal wieder nach Ambato. Wir kauften noch einige Quadratmeter Plättli, da wir uns entschlossen, in der Dusche und im WC die Wände bis ganz oben zu plättlen. Zudem kauften wir die Lavabos und die Klosets.

Am Samstag wollte ich mit Padre Sandro nach Santo Domingo. Ich musste aber den Plan kurzfristig ändern, da Juan, der Computer- Betreuer in Riobama war und die Volontärin in Quito. Die Aula Virtual sollte aber für Schulung offen sein. Also sprang ich ein und war für einen Tag Chef der Informatik in Simiatug. Der Unterricht sollte von 09.00 bis 17.00 Uhr dauern. Um ca. 12.45 Uhr fragte ich den Professor, wann er die Mittagspause zu machen gedenke. Er hörte um 13.00 Uhr auf und wollte um 14.00 Uhr wieder kommen. Ich wartete ab 13.45 bis 14.15 Uhr, bis man mir mitteilte, dass Nachmittag kein Unterricht mehr sei. Die Stundenpläne sind ziemlich flexibel in diesen Kursen. Also hatte ich Feierabend.

In der folgenden Woche lief nichts Spezielles. Am Donnerstag war Mariana, die Frau von Rodrigo, krank. Ich fuhr mit Rodrigo und ihr nach Ambato ins Spital. Sie hatte eine Lungenentzündung, wegen dem feucht-kalten Wetter und dem Durchzug, in dem sie viel arbeitet, in ihrem Restaurant.

[singlepic id=581 w=320 h=240 float=left]Am Sonntag fuhren wir nach Quito, um Julia und Tobias abzuholen. Auf dem Weg besuchten wir Mariana, die sich schon ziemlich gut erholt hatte. Pünktlich um 4 Uhr landeten Julia und Tobias. Wir fuhren mit Ihnen in die Villa Esperanza, wo wir übernacheten.

[singlepic id=657 w=320 h=240 float=right]Am Montag besichtigten wir ein wenig die Stadt – fuhren auch hinauf zur Virgen; dort hat man eine relativ gute Aussicht über die Stadt. Am Dienstag fuhren wir nach Otovalo, in den Norden, wo wir diverse Artesanias kauften. Weiter ging es bis nach Ibarra, wo wir übernachteten. Am nächsten Tag ging es nach Cotacachi. Wir fuhren zur Laguna Cuicocha, einem Kratersee, der aktiv ist. Das Wasser ist ohne Lebewesen, hat eine Temperatur  von 16 Grad und  sprudelt . Am Donnerstag machten wir einen zweistündigen Ausflug hoch zu Ross, was uns allen sehr gut gefiel. Danach fuhren wir nach Simiatug.

[singlepic id=674 w=320 h=240 float=left]Für den Freitag waren wir von den Padres nach Guaico eingeladen, ein Walfahrtsort – ein Hirtenmädchen hatte dort eine Erscheinung und wurde geheilt. Für Julia war es vor allem interessant, da sie ein wenig Einblick in die Arbeit der Padres erhielt. Die Messe war für meinen Geschmack aber ziemlich lang – ca. 60 Min – die Fürbitten werden meisten frei gesprochen und auch die Predigt war ein Gemeinschaftswerk.

[singlepic id=595 w=320 h=240 float=left]Am Samstag fuhr ich mit Julia und Tobias nach Santo Domingo (Kindergarten) und anschliessend nach Quialo (Schulhaus). In Quialo lief voll die Fasnacht – und so kamen Julia und Tobias voll in den Genuss, die einheimische Bevölkerung und ihre Bräuche kennen zu lernen. Wir durften schon wieder aufs Pferd um mit einem Kugelschreiber Nastücher von einem gespannten Seil zu holen. Dabei mussten wir mit dem Kuli durch eine kleine Öse fahren. Man wollte es uns nicht allzu schwer [singlepic id=612 w=320 h=240 float=right]machen und hielt unter dem Seil praktisch an. Anschliessend war Tanzen angesagt und wie es sich gehört Trinken von Canelazo. Wir kamen fast zu spät zum Mittagessen.  Am Nachmittag war um 14.00 Uhr Messe in Playapamba. Dort konnten wir die schöne Kirchenmalerei von Cornelia bewundern, an dieser Kirche hat sie zwei Jahre lang gemalt – viele schöne Bibelszenen.

[singlepic id=608 w=320 h=240 float=left]Am Sonntag waren wir bei Mesias, einem Arbeiter des Padre, zu Cuy eingeladen. So konnten Julia und Tobias eine Indigenas-Behausung kennen lernen. Anschliessend war Stierkampf mit Fasnacht. Das durften wir natürlich nicht verpassen. Zum Glück verletzte sich keiner der zum Teil stark besoffenen Toreros. Es fing dann zu regnen an und so kehrten wir früher nach Simiatug zurück.

Montag fuhren wir gemeinsam nach Quisapincha – hier hat es billige Lederwaren. Am Abend schauten wir miteinander den Umzug ‚Flores y Frutas‘. Der Umzug war sehr schön, leider aber nicht was danach folgte – ich habe keine Videocamera mehr. Ich wurde ausgeraubt – Julia hatte grosses Glück, weil sie eine schwere Kamera und eine tiefe Tasche hatte.

[singlepic id=644 w=320 h=240 float=left]Dienstag in der Früh fuhren wir via Baños nach Puyo. Unterwegs besichtigen wir noch die Cascada del Diabolo. In Puyo wollten wir den Parque de orchídeas besichtigen, aber es regnete zu stark. Also gingen wir ins Hotel zurück und machten eine Hidromassage, Sauna und Dampfbad.

[singlepic id=648 w=320 h=240 float=right]Nach Quito fuhren wir über Tena, wo Vreny, Julia und Töbi die Insel – Planzen und Tiere besichtigten. Ich bewachte das Auto, bzw. das was drauf war (Gepäck).

Donnerstag war der letzte Tag um Quito zu erkunden – das Centro historico lernten wir besser kennen. Am Freitag waren die letzten Vorbereitungen für die Rückreise in die [singlepic id=586 w=320 h=240 float=left]Schweiz bzw. die Fahrt nach Simiatug angesagt.

[singlepic id=672 w=320 h=240 float=left]Am Samstag wurde mit ecuadorianischer Organisation der erste Teil des Films „Don Bosco“ gezeigt.  Ecuadorianisch darum, weil der Film um 16.00 Uhr gezeigt werden sollte. Ich als Operador wurde aber erst 15.45 informiert. Bis alles klappte mit den Lautsprechern usw. war es 16.40 – dann konnte es losgehen.

Wieder Alltag in Simiatug:  Arbeit in der Schreinerei, Einkauf in Ambato, Reparatur des Autos (Auswechseln der Stossdämpfer) in Ambato – bei den Strassen in Ecuador sind diese etwas schneller auszuwechseln, als in der Schweiz.

[singlepic id=675 w=320 h=240 float=left]Vreny arbeitet wie immer im Convento, in der Bäckerei, in der Schule und am Samstag hatte sie eine Werkstatt mit Frauen. Sie lernte diese Konfitüre herstellen: von  Brombeeren, Claudias (gälbi Frümä) und Ananas.

Am Samstag nachmittag um vier Uhr sahen wir den zweiten Teil des Films von „Don Bosco“, und Vreny serviert eine reichhaltige Suppe. Der Film spielte in den Jahren 1815 bis 1880 und zeigte mir recht gut wie weit die Baukunst in Italien schon war – ich darf fast nicht daran denken wie heute in Simiatug gebaut wird.

2012-03-06T02:46:33+00:00
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